Freitag, 18 März 2022 10:23

„Macht keinen Sinn mehr“ – Einheits Damen werfen das Handtuch

geschrieben von PW
Für die Volleyballerinnen aus Ueckermünde ist das Spieljahr 2021/2022 vorzeitig beendet. Die Mannschaft um Trainer Detlef Rühl hatte zu Wochenbeginn eine endgültige Entscheidung getroffen. Foto: Andy Bünning Für die Volleyballerinnen aus Ueckermünde ist das Spieljahr 2021/2022 vorzeitig beendet. Die Mannschaft um Trainer Detlef Rühl hatte zu Wochenbeginn eine endgültige Entscheidung getroffen. Foto: Andy Bünning

NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – FREITAG, 18. MÄRZ 2022

VOLLEYBALL

Die Verbandsliga-Volleyballerinnen vom SV Einheit Ueckermünde brechen die Saison in der Halle vorzeitig ab und befördern sich damit selbst auf den letzten Tabellenplatz. Schuld sind auch Corona-Fälle.

Ueckermünde. „Es tut uns wirklich leid – auch für die Gegner. Natürlich hätten wir gerne noch gegen sie gespielt. Aber so macht das keinen Sinn mehr“, sprach Trainer Detlef Rühl unter der Woche Klartext. Drei Doppel-Spieltage vor Schluss zog seine Mannschaft die Reißleine und sagte alle restlichen Spiele ab.
Die Verbandsliga-Volleyballerinnen vom SV Einheit Ueckermünde, seit der Saison 2013/2014 dauerhaft Teil der höchsten Spielklasse des Bundeslandes, werden im laufenden Spieljahr 2021/2022 keine weitere Liga-Partie am hohen Netz bestreiten. Als Grund für den freiwilligen Verzicht nannte Trainer Rühl arge Personalprobleme. „Wegen immer wieder auftretender Coronafälle, Verletzungspech und Schwangerschaft sahen wir uns gezwungen, alle verbleibenden Saisonspiele abzusagen“, heißt es vom Verein.
Der Entschluss sei von der Mannschaft am Montag gemeinschaftlich gefasst worden, bestätigte Gerhard Bastke, Leiter der Volleyball-Abteilung beim SV Einheit Ueckermünde, die in diesem Jahr ihren 65. Geburtstag feiern wird. Tags darauf seien sowohl die Gegner als auch der Staffelleiter darüber in Kenntnis gesetzt worden. „Wir wünschen euch weiterhin eine erfolgreiche und in allen Belangen gesunde restliche Saison“, heißt es in bewusster Mitteilung, die auch dem Nordkurier vorliegt.
Letztmalig hatte die Einheit-Mannschaft am 20. November in den Spielbetrieb eingegriffen, musste seinerzeit vor heimischer Kulisse jedoch zwei Niederlagen akzeptieren. In sechs Verbandsliga-Partien verbuchte die Rühl-Truppe fünf Zähler, der einzige Sieg gelang über den 1. VC Stralsund II. Im Dezember verzichteten die Haffstädterinnen mit Blick auf die Corona-Entwicklung bereits auf ihre letzten Duelle vor der Winterpause, eine Woche später unterbrach der Verband die Saison bis auf Weiteres.
An diesem Wochenende hätte offiziell zwar wieder gespielt werden sollen – beim VC Greifswald II standen Partien mit dem Gastgeber und der HSG Uni Rostock auf dem Plan –, doch die Pandemie macht den Verbandsliga-Damen noch immer zu schaffen. „Seit dieser Woche befinden sich drei weitere Frauen in Quarantäne“, verweist Rühl auf die heikle Situation. Zuvor hatten sich weitere Akteurinnen für den Spieltag abgemeldet. „Zu fünft kannst du im Endeffekt keine Spiele wahrnehmen, da mussten wir der Realität ins Auge blicken.“
Ob der Abbruch eine Sanktion nach sich ziehen wird, ist noch unklar. Eine Rückmeldung des Staffelleiters stand laut Verein noch aus. 
Sportlich wird der SV Einheit Ueckermünde die Saison auf dem letzten Tabellenplatz abschließen. Alle sechs verbleibenden Partien wurden mit 3:0 zugunsten des jeweiligen Gegners gewertet. Auf einen womöglich drohenden Abstieg in die Landesliga angesprochen, sagte Rühl: „Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass der Verband nach dieser schwierigen und zerfahrenen Saison auf einen Absteiger besteht, weil in diesem Jahr ohnehin nur sieben Teams am Spielbetrieb teilnahmen.“

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