Dienstag, 02 Februar 2021 02:58

So halten sich unsere Sportler fit

geschrieben von Pressewart GW
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Paul Brüsch, Basketballer der Ueckermünder „BallRox“ Foto: ZVG Paul Brüsch, Basketballer der Ueckermünder „BallRox“ Foto: ZVG

NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – DIENSTAG, 02. FEBRUAR 2021

BASKETBALL

Vorpommern/Seenplatte. Keine Frage: Das nervt! Kein Training zusammen mit den Sportkumpels und -kumpelinen. Von Mannschafts-Spielen oder Wettkämpfen kann erst recht noch keine Rede sein. Die Sportplätze sind abgesperrt, die Turnhallen dichtgemacht. Der Corona-Lockdown 2.0 erweist sich als eine harte Geduldsprobe auch für kleine und große Leute, denen das Sporttreiben eigentlich eine kollektive Angelegenheit ist. Seit drei Monaten geht das nun schon wieder so.
Den Kopf in den Sand stecken? Vor dem Computer versacken? Die Glotze auf Dauerbetrieb? – Nicht für diese Mecklenburg-Vorpommern! Die Hobbysportler finden, wie eine Nordkurier-Umfrage ergeben hat, auch unter Beachtung der aktuellen Hygieneregeln Möglichkeiten, sich fit zu halten und ihrem Bewegungsdrang nachzugeben. Laufen wenn die Kinder schlafen, Solo-Nummern auf dem Freiplatz, Rad auf Rolle, Alleinläufe bei Dreckswetter, Kraftsport im Keller, Heavy-Metal-Jogging – nur einige Beispiele. Sie sind vorbereitet, wenn es wieder losgeht.
 
Alleine auf dem Freiplatz
Paul Brüsch, Basketballer beim SV Einheit Ueckermünde „BallRox“
„Ich gehe dreimal in der Woche Laufen und mache auch dreimal Ganzkörper-Kraftsporttraining. Außerdem gehe ich, wann immer das Wetter es zulässt, allein auf einen Freiplatz in unserer Region und arbeite an meiner Technik. So versuche ich bestmöglich vorbereitet zu sein, wann immer es auch weitergeht.“ 
Acht Kilometer in der Woche
Nele Schröder, Nachwuchs-Volleyballerin beim SV Grün-Weiß Ferdinandshof
„Seit einigen Jahren trainiere ich mit viel Freude Volleyball beim SV Grün-Weiß Ferdinandshof 47 und bin dort in der U16 aktiv. Während der Pandemie ist Volleyballtraining leider nicht erlaubt. Daher halte ich mich mit Jogging fit. Zweimal in der Woche laufe ich eine Vier-Kilometer-Runde in Ueckermünde. Hoffentlich ist bald ein Ende der Corona-Pandemie in Sicht und wir können unseren Sport wieder miteinander ausüben.“
 
Heavy-Metal-Musik gibt den Takt vor
Tommy Otting, Judoka beim JC Vier Tore Neubrandenburg
„Beim JC Vier Tore Neubrandenburg bin ich Judoka und Übungsleiter. Echter Kampfsport mit Anfassen ist ja jetzt nicht erlaubt, deshalb halte ich mich – wie meine Vereinskollegen – mit Laufen fit. Heavy-Metal-Musik gibt mir dabei den Takt vor.“
 
Gewichte stemmen für die Meisterschaft
Elia Heydrich, Ringer beim SAV Torgelow
„Ich halte mich mit athletischen Übungen fit und das jeden Tag. Darunter sind zum Beispiel Klimmzüge, das Arbeiten mit Gewichten und Liegestützhalten (Plank). Unser Verein richtet dieses Jahr eine Deutsche Meisterschaft aus – wenn alles klappt im Oktober. Ich werde dort starten und versuchen, eine Medaille zu gewinnen.“
 
Auch im Winter keine Pause
Remo Hasenjäger, Radsportler aus Anklam
„Ich bin seit vielen Jahren ein begeisterter Radsportler. Die Zeit im Lockdown ist für viele Sportler nicht einfach. Im Winter gehe ich sehr gern ins Fitnessstudio, um Muskelgruppen zu trainieren, die man auf dem Rad vernachlässigt. Das fällt zurzeit leider weg. Mein Training absolviere ich deshalb zu Hause auf einem Rollentrainer. Je nach Wetter fahre ich aber auch draußen. Pausen gibt es auch im Winter nicht.“ Geteiltes Leid ist halbes Leid
Roy Gerling, Volleyballer beim SV Grün-Weiß Ferdinandshof und SVV Drögeheide
„Ich bin seit 2010 Vereinsmitglied beim SV Grün-Weiß Ferdinandshof und zusätzlich in der Pommernliga beim SVV Drögeheide aktiv. Zweimal die Woche trainiere ich mit meinem Bruder Nick im eigenen Sportraum, um uns auch während Corona und der damit verbundenen Schließung des Sportbetriebes bei „Grün-Weiß“ mit Kraft- und Ausdauersport fit zu halten.“
 
Schnee und Kälte? Kein Problem für dieses Lauf-Duo
Markus und Moritz Junk, Fußballer beim SV Sturmvogel Völschow
„Mein Name ist Marcus Junk, ich bin Torhüter beim SV Sturmvogel Völschow. In der spielfreien Zeit halte ich mich gemeinsam mit meinem Sohn Moritz, der in der E-Jugend aktiv ist, bei regelmäßigem Lauftraining fit. Schnee und Kälte hindern uns daran natürlich nicht.“
 
Am Sandsack im Kinderzimmer 
Andreas Max, Boxer bei Aufbau Altentreptow
„Ich heiße Andreas Max, zehn Jahre alt und Boxer bei Aufbau Altentreptow. Täglich trainiere ich in meinem Kinderzimmer am Sandsack, den mir der Verein für diese Zeit zur Verfügung stellt. Nach den Schulaufgaben ist das ein guter Ausgleich, und ich bleibe fit.“
 
Laufen, wenn die Kinder schlafen
Thomas Gaedtke, Fußballer des SV Görmin
„Mein Name ist Thomas Gaedtke, ich bin Landesliga-Fußballer des SV Görmin. Mich in dieser Phase zu motivieren, fällt mir nicht sonderlich schwer, da ich mich bereits in der Vergangenheit während der Spielpausen selbstständig fit gehalten habe. Aktuell versuche ich, viermal in der Woche zu trainieren. Dabei variiere ich zwischen Laufeinheiten oder Krafttraining. Mitunter werden es auch fünf Einheiten, manchmal auch nur drei, was mir aber bei zwei kleinen Töchtern zu Hause auch nicht so wichtig ist. Trotzdem versuche ich, sehr viel um meine Trainingseinheiten zu machen, um anschließend auch für meine Mannschaft alles geben zu können. Das heißt dann aber wiederum Kraftsport morgens um 5.30 Uhr vor der Arbeit oder laufen am Abend, wenn die Kinder schlafen.“

 
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