Samstag, 17 September 2011 21:44

Kritik am Rückzug der Empor- Männer

Kritik am Rückzug der Empor- Männer Die Empor-Volleyballer blocken künftig in der Kreisliga die Angriffe der Gegner ab. FOTO: THOMAS KRAUSE

NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – SAMSTAG, 17. SEPTEMBER 2011

VOLLEYBALL

In der Ueckerstadt gibt es vorerst keinen höherklassigen Volleyball mehr. Der TSV Empor zieht seine Männer aus der Landesliga zurück.

Ueckmünde. Die Duelle sind in den vergangenen Jahren immer der Höhepunkt gewesen für die Volleyballer des SV Einheit Ueckermünde und des TSV Empor Torgelow. Diese oft brisanten Derbys wird es vorerst nicht mehr geben, denn die Torgelower haben ihre Mannschaft aus der Landesliga zurückgezogen. „Für uns ist es ein schmerzlicher Schritt, aber mit unser Kaderdecke ist die Landesliga einfach nicht machbar“, sagt Empor-Spieler Sven Behnke. Den Verein plagen schon seit Jahren Nachwuchssorgen, Besserung ist nicht in Sicht. Daher habe man sich jetzt zu diesem Schritt entschlossen. Die Empor-Volleyballer, die 2005/2006 sogar in der Verbandsliga spielten, werden künftig in der Kreisliga antreten. Nicht mehr dabei sind Stefan Mieckley (zu HSG Uni Greifswald II) und Alexander Dee, der zum SV Einheit Ueckermünde wechselte. Ein Hintertürchen lassen sich die Torgelower jedoch. „Man muss nach der Saison schauen, was machbar ist“, sagt Behnke. Der freiwillige Ausstieg der Empor- Männer ruft in der Haffstadt indes Kritik hervor. „Wenn ich sehe, das Torgelow fast mit dem kompletten Landesligakader in die Kreisliga geht, kann ich das nicht nachvollziehen“, sagt Gerhard Bastke, Volleyballchef beim SV Einheit und stellvertretender Vorsitzender des Volleyball-Kreisverbandes. Es könne nicht die Erfüllung sein, in der Kreisliga die Gegner mit 25:5 aus der Halle zu fegen. „Ich hätte mir gewünscht, dass noch mehr Torgelower zu uns gewechselt wären. Dann hätten wir eine schlagkräftige Mannschaft gehabt und würden in der Landesliga um den Aufstieg mitspielen“, sagt Bastke. Gespräche mit Torgelowern habe es gegeben, ohne Erfolg. „Es wollte niemand wechseln, wir hätten es gern gesehen“, sagt Bastke. Seine Volleyballer bestreiten heute den Auftakt der neuen Landesligasaison in Stralsund. Dort treffen die Männer um Kapitän Daniel Selau auf Gastgeber 1. VC und Blau-Weiß Ribnitz-Damgarten. Die erste Partie beginnt für den Haff- Sechser um 11.30 Uhr. Aufstiegsambitionen hegen die Männer nicht. „Um oben mitzuspielen, ist unser Kader einfach zu klein. Wenn wir unter die ersten Drei kommen würden, wäre es ein Erfolg“, sagt Ueckermündes Volleyballchef. Verzichten muss Einheit Ueckermünde auf Christian Nawatzki, der nach einer Rücken-Operation die ganze Saison ausfällt. Auch für die Damen des SV Einheit beginnt an diesem Wochenende die neue Landesliga-Saison. Die Frauen spielen morgen ab 10 Uhr in Rostock gegen die HSG Uni II und den PSV Neustrelitz II. „Auch mit unseren Frauen möchten wir im oberen Drittel mitspielen“, sagt Gerhard Bastke.

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