Dienstag, 23 Februar 2021 13:24

Volleyball-Saison abgesagt

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NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – DIENSTAG, 23. FEBRUAR 2021

VOLLEYBALL

Die Vorsaison musste bereits abgebrochen werden, nun folgt der nächste pandemiebedingte Tiefschlag. Wettkämpfe im Nachwuchsbereich wurden nicht abgesagt.

Ueckermünde/Ferdinandshof. Der Volleyballverband Mecklenburg-Vorpommern hat die aktuelle Saison 2020/21 mit sofortiger Wirkung und ohne Wertung abgebrochen. Auf- und Abstiege wird es nicht geben. Demnach endet die Spielzeit auch für die Mannschaften des SV Einheit Ueckermünde – die Frauen sind in der Verbandsliga aktiv, die Männer in der Landesliga Ost. Noch nicht offiziell abgesagt sind unterdessen die Nachwuchswettkämpfe im Land, wie Jugendwart Frank Wehnert auf Nordkurier-Nachfrage bestätigte. Dem Vernehmen nach könnten die Junioren noch vor dem Sommer für Spiele und Turniere in die Halle zurückkehren. Wann es losgehen kann, ist aber noch unklar. Neben den Ueckermündern stellt auch der SV Grün-Weiß Ferdinandshof Nachwuchsteams der Mädchen auf Landesebene.
Einer Umfrage zufolge, die der Landesspielausschuss des Volleyballverbandes MV zuletzt unter seinen Vereinen startete, machten sich 73 Prozent für eine Fortsetzung der Saison nach dem Lockdown stark. Über 60 Prozent wären dem Ergebnis zufolge sogar bereit dazu gewesen, ohne Wertung zu spielen. Nichtsdestotrotz entschied sich der Spielausschuss am Ende für den Saisonabbruch. Zu diesem Ergebnis sei man gemeinsam mit dem Vorstand des Verbandes „nach reichlicher Überlegung, Diskussion und Abwägung der Fakten“ gekommen.
Detlef Rühl, Trainer der Frauen-Mannschaft des SV Einheit Ueckermünde, kann den Saisonabbruch nachvollziehen. „Die Zeit ist uns ganz einfach davongelaufen“, sagt er. Seiner Meinung nach wäre die Belastung mit dieser schieren Menge an Nachholpartien bis zum Sommer zu hoch gewesen. „Das ist natürlich schade, aber eben nicht zu ändern.“ An ihrem ersten und nunmehr einzigen Spieltag der Verbandsliga-Saison gelangen der Frauen-Mannschaft des SV Einheit Ueckermünde zwei Siege in zwei Partien. Gemeinsam mit seinen Spielerinnen will sich Detlef Rühl nun auf den Sommer konzentrieren.
Mit großer Sorge blickt er hingegen auf den Nachwuchs. „Nach so langer Zeit ohne Volleyball schauen sich die Jugendlichen nach anderen Möglichkeiten um. Auch wir hatten leider schon ein paar Abmeldungen zu verzeichnen.“ Ähnliches berichtet auch Martina Krüger, Vereinsverantwortliche in Ferdinandshof. „Der weitere Saisonverlauf ist ungewiss, wie viele Mädchen nach dem Lockdown noch dabei sind, leider auch.“ Dass die Junioren noch vor dem Sommer wieder spielen könnten, kann sich Detlef Rühl durchaus vorstellen. „Dazu müssten aber natürlich die Hallen rechtzeitig öffnen, damit wir wieder trainieren können.“
Etwas Hoffnung auf vorsommerlichen Volleyball besteht auch noch im Erwachsenenbereich. Hierzu prüfe man bereits verschiedene Angebote und Szenarien, heißt es vom Verband. „Sollte ein Spielen im April doch noch möglich sein, werden wir den VMV-Pokal anbieten.“ Zudem werde geprüft, ob und wie eine zusätzliche Saison im Sommer auch teilweise außerhalb der Halle möglich sei. Ein Beispiel wäre laut Landesspielwart Klaus Bietz das Spielen im Ligensystem als Quattro (vier Spieler) auf Rasen und Sand. Ein solches Angebot würden wohl auch die Mannschaften aus Ueckermünde annehmen, wenngleich Trainer Rühl den Hallenvolleyball nur ungern mit der Strand-Variante verglichen haben will. „Da besteht ein großer Unterschied“, sagt er. „Draußen wird mit weniger Spielern gespielt, weshalb der Sport hier weitaus intensiver ist.“

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