NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – FREITAG, 19. APRIL 2024

BASKETBALL

Die Basketballer des SV Einheit stehen erstmals im Finale der Landesliga-Meisterschaft Mecklenburg-Vorpommerns. In den beiden Partien geht es gegen Einheit Güstrow.

Ueckermünde. Lange mussten die Ueckermünder BallRox warten, ehe endlich der große Abschluss der Saison 2023/24 erfolgen kann. Nun ist es so weit und eben dieser Abschluss soll sogar ein goldener werden. Nachdem sich die Mannschaft vom Haff den Staffelsieg in der Landesliga Ost vor dem punktgleichen SV Turbine Neubrandenburg sichern konnte, kommt es nun zum Finale um den Titel „Landesligameister Mecklenburg-Vorpommern“.

Im Final-Hinspiel erwarten die BallRox am Sonntag in der Sporthalle des Ueckermünder Greifengymnasiums um 15 Uhr Einheit Güstrow - den ungeschlagenen Sieger der Weststaffel. Die Barlachstädter, die sich unter anderem gegen Schwerin und Waren durchsetzen konnten, wissen einige erfahrene Stützen aus dem nahen Rostock in ihren Reihen und streben ebenso wie die BallRox nach dem Meistertitel.

Das Finale wird im klassischen Europapokalmodus ausgetragen. Dabei werden die Ergebnisse aus dem Hin- und Rückspiel addiert. Ziel der Ueckermünde ist es, sich bereits am Sonntag in eigener Halle eine möglichst gute Ausgangssituation für das Rückspiel eine Woche später Güstrow zu verschaffen. Dabei zählt jeder Punkt. Daher freuen sich die Basketballer des SV Einheit auf zahlreiche und vor allem lautstarke Unterstützung von den Rängen. Der Eintritt zum Spiel ist frei.

NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – FREITAG, 12. APRIL 2024

TISCHTENNIS

Der Verein Einheit Ueckermünde ist auch an der grünen Platte erfolgreich und freut sich über das Ausweichdomizil.

Ueckermünde. Schnell sind die grünen Platten ausgeklappt und aufgestellt, die Kellen gezückt, und schon geht es rund in der Sporthalle des Ueckermünder Greifen-Gymnasiums. Dienstags und donnerstags sind seit Kurzem die Tischtennisspieler des SV Einheit Ueckermünde in der Halle zu Gast. Ihre gewohnte Trainingsstätte am Haffring wird saniert.

„Wir freuen uns sehr, dass der Landkreis dem Breitensport sehr viel Aufmerksamkeit schenkt und wir mit deren Unterstützung sowie der Hilfe des Greifen-Gymnasiums eine neue Bleibe gefunden haben“, so der Vereinsvorsitzende Dieter Salow.

Die Abteilung Tischtennis gibt es schon seit der Vereinsgründung und bietet 33 Spielern zwischen zwölf und 80 Jahren eine sportliche Heimat. Carola Schmidt ist die einzige Frau und mittlerweile Abteilungsleiterin: „Ich spiele seit 16 Jahren Tischtennis, bin 2018 nach Ueckermünde gezogen und war froh, dass es auch hier eine Mannschaft gab“, so die heutige Chefin.

Aktuell spielt die eine Mannschaft des Vereins in der Kreisliga und belegt derzeit Platz zwei, die andere führt die Kreisklasse an. Auch im Länderpokal sind die Ueckermünder noch dabei. Dafür braucht es intensives Training und so spielen die Herren und eine Frau abwechselnd im Einzel oder Doppel mit wechselnden Partnern zweimal die Woche. Schwitzen, Spaß und kleine Schwätzchen am Plattenrand sind inklusive.

NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – DIENSTAG, 09. APRIL 2024

LEICHTATHLETIK

Bei der 25. Veranstaltung über die Strecke von 1609 Metern gingen über 100 Teilnehmer an den Start. Darunter waren auch zwei Dauerbrenner, die schon bei der Premiere mitliefen.

Torgelow. „Endlich haben wir mal die 100 geknackt“, freute sich Organisatorin Sylvia Lorenz. Die Jubiläumsausgabe der Greifenmeile des 1. LAV Torgelow, es war die 25. Veranstaltung, verzeichnete in der Gießerei-Arena mit 105 Teilnehmern einen Rekord. Bei der Premiere der Laufveranstaltung im Jahr 1999 gingen lediglich 43 Sportler an den Start. „Zwei davon waren immer dabei“, so Lorenz.

Eckard Molenda lief vor 25 Jahren in der Altersklasse M40 starke 6:08 Minuten auf der 1609 Meter-Strecke. Bei der diesjährigen Veranstaltung rannte Molenda, der für den TSV 62 startet, 7:40 Minuten. „Ich bin mit dieser Zeit zufrieden“, sagte er nach dem Zieleinlauf. Der zweite Dauerbrenner ist Sven Lorenz (M40) vom 1. LAV Torgelow. Er war dieses Jahr der Tagesschnellste auf den vier Stadionrunden und spurte nach 5:16 Minuten ins Ziel. „Mit dieser Zeit habe ich nicht gerechnet“, freute er sich riesig. Vor einem Vierteljahrhundert preschte Lorenz, als damals 17-Jähriger, nach 4:45 Minuten über die Ziellinie.

Der Namensgeber und treuer Sponsor für den Laufwettbewerb ist die Greifen-Apotheke in Torgelow. „Ich bin sehr dankbar darüber“, sagte die Organisatorin. Eröffnet wurde der Lauf von den Jüngsten. Hier waren auf der 400 Meter-Strecke Emily Streichert (U8/SV Einheit Ueckermünde) in 1:49 Minuten und Gerald Kuhn (U8/SVG Eggesin 90) in 1:34 Minuten die Schnellsten. Bei den jugendlichen Sportlern liefen Leane Schöder (U14/TSV 1814 Friedland) nach 7:10 Minuten und Alexander Mennicke (U16/1. LAV Torgelow) als Erste auf der Greifenmeile über die Ziellinie.

Die schnellste Frau auf den 1609 Metern war Stefanie Rohrlack (W35/TSV 62 Prenzlau) in 6:49 Minuten. Bei den Walkerinnen benötigte Kathrin Nitsche (W55/Grün-Weiß Ferdinandshof) 14:32 Minuten. Dietmar Schliepat (M65/Einheit Ueckermünde) ging nach 12:33 Minuten über die Ziellinie. Die Siegerehrung unterstützte ein „prominenter Gast“. So verteilte der Osterhase an alle Teilnehmer Schokolade und gratulierte den Sportlern für ihre Leistungen. Der nächste Wettkampf im Rahmen der Uecker-Randow-Laufcupserie findet am 15. Mai mit dem Bahnlauf in Ueckermünde statt.

Die Damenmannschaft des SV Einheit Ueckermünde e.V. hat sich für die Deutschen Volleyballseniorenmeisterschaften in der Altersklasse Ü31 qualifiziert. Nach dem zweiten Platz bei den  Landesmeisterschaften Mecklenburg-Vorpommern in Neubrandenburg und dem darauf folgenden zweiten Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften in Bad Segeberg, nutzten sie ihre letzte Chance bei der Qualifikation in Wildau und machten die Teilnahme perfekt.

Abteilungsleiterin des SV Einheit Ueckermünde, Antje Fröhlich, äußerte sich voller Stolz über die Leistung ihres Teams: "Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie zu den Besten gehört und hat hart für diese Qualifikation gekämpft. Für den Verein ist das eine große Sache, da wir uns zum ersten Mal in unserer 67-jährigen Volleyballgeschichte für die Deutschen Seniorenmeisterschaften qualifiziert haben."

Das Team besteht aus Spielerinnen aus Ueckermünde und Rostock/ Warnemünde. Da die eigene Mannschaftsstärke nicht ausgereicht hätte, haben sich die Damen Verstärkung aus Rostock/ Warnemünde geholt. Aus Ueckermünde mit dabei waren Sandra Behnke, Petra Moser, Antje Fröhlich und Katharina Kunze. Das Team blickt nun voller Vorfreude auf die Deutschen Meisterschaften, die am 25. und 26. Mai in Dresden stattfinden werden. Hier treffen sich alle 12 Alterklassen der Seniorinnen und Senioren zu einem gemeinsamen Event. Die Altersklasse Ü31 ist die jüngste der Seniorinnen, was die Leistung des SV Einheit umso bemerkenswerter macht.

Ü31 Spielerinnen bei den Norddeutschen Meisterschaften in Bad Seegeberg

ABTEILUNG VOLLEYBALL– SAMSTAG, 13. APRIL 2024

VOLLEYBALL

Ueckermünde. Die Mädchenmannschaft des SV Einheit Ueckermünde hat sich erfolgreich für das A-Finale der Landesmeisterschaften qualifiziert. In der 2. Runde der Landesmeisterschaften, die in Rostock ausgetragen wurden und an der insgesamt acht Mannschaften teilnahmen, zeigten die jungen Sportlerinnen eine beeindruckende Leistung.

In der Altersklasse U12 weiblich trat das Team von Ueckermünde in der Staffel B an und konnte alle drei Spiele klar für sich entscheiden. Die Mannschaft setzte sich souverän gegen Stralsund 1, Schwerin II und Schwerin IV durch. Dieser Erfolg sicherte ihnen den Einzug in das Finale der Vorrunde, in dem sie auf Stralsund II trafen.

Obwohl das Spiel gegen Stralsund II knapp ausfiel, mussten sich die Ueckermünderinnen leider in zwei Sätzen mit 25:17 und 29:27 geschlagen geben. Dennoch sicherte ihnen diese Leistung einen verdienten Platz im A-Finale der Landesmeisterschaften, die am 1. Juni voraussichtlich in Pampow stattfinden wird. Hier wird der Landesmeister der U12 weiblich ausgespielt.

Trainer Detlef zeigte sich äußerst stolz auf die Leistung seines Teams und lobte den Einsatz und die Hingabe der Spielerinnen. Ein großer Dank gilt auch den Eltern, die die Mannschaft tatkräftig unterstützt haben.

Der SV Einheit Ueckermünde drückt den Mädels für das A-Finale die Daumen und ist zuversichtlich, dass sie auch dort eine großartige Leistung zeigen werden.

Trainer Detlef Rühl, Co-Trainer Markus Bielenberg, U12-Team, Foto: ZVG

 

 

NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – MONTAG, 25. MÄRZ 2024

LEICHTATHLETIK

Bei der 39. Auflage des Laufspektakels nahmen 294 Aktive teil. Neben Leichtathleten aus anderen Landkreisen waren auch Sportler aus der Uecker-Randow Region dabei.

Ueckermünde. „So glücklich bin ich noch nie ins Ziel gelaufen“, sagte Nancy Schröder aus Leopoldshagen. Beim 39. Haffmarathon in Ueckermünde ist sie zum ersten Mal überhaupt einen Halbmarathon über 21,5 Kilometer gelaufen. Mit einer Zeit von 2:19:40 Stunden hatte sie in ihrer Altersklasse W30 nicht gerechnet. Auch für Sandra Schmidt vom 1. LAV Torgelow hat sich der Lauf gelohnt. „Die Strecke ist gut aufgeteilt mit viel Natur. Ich finde es schön, dass wir alle das gemeinsame Hobby bei solchen Wettbewerben teilen können. Der Spaß am Laufen ist für mich am wichtigsten“, sagte die 42-Jährige, die in der Altersklasse W40 beim Halbmarathon nach 2:18:58 Stunden ins Ziel lief und Fünfte wurde.

Auf der Halbmarathon-Strecke liefen die Athleten aus der Uecker-Randow-Region viele gute Zeiten. So war Danka Dreßler (wJ20, SVG Eggesin 90) in 1:47:14 Stunden die Schnellste in ihrer Altersklasse. Tom Landrock (M30, SV Einheit Ueckermünde) war der Schnellste in seiner Altersklasse in 1:34:10 Stunden. Gesamtsieger über 21,5 Kilometern wurde Jan Schmidt (M40/Team Lübs) in 1:17:55 Stunden. Zufrieden konnten auch Christian Wagner (M50/Lauftreff Ueckermünde) mit Rang zwei in 1:45:22 Stunden, Jörg Reinke (M60/SV energy Torgelow) mit Platz eins in 1:47:43 Stunden und Manfred Rauch (M70/LG Jatznick) mit Rang eins in 1:52:12 Stunden in ihren Altersklassen sein.

Die Walkerin Kathrin Schönhoff (W55/MK Sports Eggesin) war hinterher glücklich über ihre 2:47:33 Stunden auf der 21,5-Kilometer-Distanz. „Dafür, dass ich vorher kaum trainiert hatte, war es eine Superleistung“, sagte sie. Auch René Bartsch (M55/1. LAV Torgelow) schaffte als Walker die Halbmarathon-Strecke. Er überquerte die Ziellinie nach 3:07:17 Stunden. Beim Marathon über 42,195 Kilometer glänzte Dirk Rüscher (M55/Lauftreff Ueckermünde) mit dem Sieg in seiner Altersklasse in 3:52:26 Stunden.

Mit seinem 5. Platz im Hauptrennen war hinterher Sven Lorenz (M40/1. LAV Torgelow) mehr als sehr zufrieden. Er benötigte 3:41:13 Stunden. Lorenz musste wegen Corona und Krankheit einige Jahre aussetzen. „Mein Ziel war es, nach so langer Zeit mal wieder durchzulaufen“, sagte Lorenz und ergänzte: „Meiner Familie und Freunden bin ich sehr dankbar für ihre Unterstützung. Was mich ebenfalls sehr berührt hat, war die überaus positive Resonanz der anderen Läufer, dass ich nach all den Jahren wieder dabei war“.

Positive Meinungen gab es für den Gastgeber von Einheit Ueckermünde. „Ein großes Lob geht an Frank-Greiner Mai und sein ganzes Team“, sagte Nancy Schröder stellvertretend für viele Teilnehmer. Allein darum könnte es sein, dass es für die Leopoldshagenerin nicht der letzte Halbmarathon war.

Alle Einzelergebnisse gibt es unter: my.raceresult.com

NORDKURIER – SPORT-ZEITUNG – MONTAG, 25. MÄRZ 2024

LEICHTATHLETIK

In Ueckermünde sind die Marathonmeister Mecklenburg-Vorpommerns gekürt worden. Überraschungen blieben bei der 39. Auflage aus.

Ueckermünde. Die Traummarke knapp verfehlt, aber dennoch restlos glücklich: Katrin Bemowski von der HSG Uni Greifswald hat den 39. Haffmarathon gewonnen und sich damit den MV-Titel in der Königsdisziplin der Leichtathletik geholt. In 3:01,36 Stunden blieb sie nur knapp über der Drei-Stunden-Marke, lief aber neue persönliche Bestzeit.

Und: Mit ihrer Zeit stellte die dreifache Mutter einen neuen Streckenrekord am Haff auf, die alte Marke hatte Angelika Schlender-Kamp vom HSV (2016, 3:09,38) gehalten. „Ich bin super zufrieden, es hat Spaß gemacht“, sagte Katrin Bemowski. Dass sie knapp über der magischen Drei-Stunden-Grenze blieb, störte sie überhaupt nicht: „Dafür hatte ich zu wenig lange Trainingsläufe, auf den letzten beiden Runden fehlte doch etwas die Kraft. Ein Marathon ist eben immer wieder eine Herausforderung.“ Eine Zeit unter drei Stunden möchte die Lehrerin nun im Herbst beim Berlin-Marathon angehen. Für Katrin Bemowski war es ihr dritter Marathon.

Platz zwei bei den Frauen ging wie im Vorjahr an Kathleen Maag vom SC Laage in 3:37,24, auch für sie war es persönliche Bestzeit. Dritte wurde Uta Reimann vom SV Turbine Neubrandenburg (3:39,22). Die Turbine-Frau legte ebenso ihren bisher schnellsten Marathon hin.

Bei den Männern verteidigte Stefan Lange von der LG Schwerin eindrucksvoll seinen Titel aus dem Vorjahr. Der 42-Jährige war in 2:42,21 sogar gut zwei Minuten schneller als vor zwölf Monaten. „Fünf Runden lief es nach Plan, die letzte Runde war eine Höllenqual“, sagte er und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: „Ich habe mich in der ersten Runde an die Halbmarathonläufer rangehängt, das war wohl doch zu optimistisch.“ Grundsätzlich hätte er sich mehr Konkurrenz gewünscht: „Es ist halt immer schade, wenn bei einer Landesmeisterschaft so wenig Läufer starten.“ Insgesamt waren 30 Frauen und Männer beim Titelrennen auf der Marathonstrecke angetreten.

Die Silbermedaille bei den Männern sicherte sich Tim Klatt vom LAV Waren/Müritz in 2:49,09, dahinter folgte Thorsten Porath von der TSG Wittenburg (3:04,21). Seinen Frieden mit dem Haffmarathon schloss indes Sven Lorenz vom 1. LAV Torgelow, der es sich nach schwierigen Monaten mit Krankheiten und Verletzungen noch einmal selbst beweisen wollte und nach 3:41,13 Stunden glücklich das Ziel erreichte.

Beim Halbmarathon holte sich Xenia Weiß vom Laufteam Rügen in 1:38,50 den Gesamterfolg, gefolgt von Tatjana Marinova (SC Laage, 1:41,43) und Hannah Schölzke (Laufteam Rügen, 1:43,09). Bei den Männern siegte Jan Schmidt vom Team Lübs in 1:17,55 Stunden vor den beiden Neubrandenburger Turbine-Läufern Stefan Mast (1:19,16) und Steffen Peter (1:19,58).

Auf der Fünf-Kilometer-Distanz gingen die Gesamtsiege nach Neubrandenburg. Madlen Nehring vom HSV setzte sich bei den Frauen in 20:37 Minuten durch, Finley Wegner vom SV Turbine gewann bei den Männern in 18:16.

Insgesamt waren bei der 39. Auflage des Haffmarathons, der vom SV Einheit Ueckermünde ausgerichtet wird, 254 Ausdauersportler aus Deutschland und Polen auf allen Strecken am Start.

Katrin Bemowski und Stefan Lange sind die neuen MV-Meister im Marathon. Foto: T. Krause
Katrin Bemuowski und Stefan Lange sind die neuen MV-Meister im Marathon. Foto: T. Krause

NORDKURIER – SPORT-ZEITUNG – FREITAG, 22. MÄRZ 2024

LEICHTATHLETIK

Der SV Einheit Ueckermünde ist Gastgeber des 39. Haffmarathons. Gesucht werden die Landesmeister über 42,2 Kilometer. Eine Frau steht im Fokus.

Ueckermünde. Wenn am Samstag in Ueckermünde die 39. Auflage des Haffmarathons gestartet wird, steht eine Entscheidung bereits vorher fest. Bei den Frauen wird es auf jeden Fall eine neue Siegerin geben und damit wohl auch eine neue Landesmeisterin über die 42,2 Kilometer.

Titelverteidigerin Bettina Köhler vom HSV Neubrandenburg will im April in Hamburg einen Marathon laufen und verzichtet deshalb auf den Start in Ueckermünde, wo traditionell auch immer Mecklenburg-Vorpommerns Marathonmeister gekürt werden. In den Fokus rückt dafür eine Läuferin, die nicht nur Titelkandidatin Nummer eins ist, sondern auch für einen neuen Streckenrekord sorgen könnte.

Katrin Bemowski von der HSG Uni Greifswald steht am Samstag am Haff vor ihrem dritten Marathon. Ihre aktuelle Bestzeit liegt bei 3:03,04 Stunden, die sie im Vorjahr bei ihrem Debüt in Dresden rannte. Anfang Dezember lief sie in Valencia wenige Sekunden langsamer. „Der Entschluss für Ueckermünde fiel ziemlich spontan, auch wenn mein Training gar nicht so auf den Marathon ausgelegt ist. Ich fühle mich gut, die Gelegenheit ist günstig“, sagt die Greifswalderin. Passiert nichts Außergewöhnliches, dürfte Gold weg sein. Der Kampf um die weiteren Podestplätze könnte aber spannend werden, es gibt mehrere Medaillenkandidatinnen.

Den Streckenrekord hält Angelika Schlender-Kamp vom HSV, die sich 2016 mit 3:09,38 Stunden den MV-Titel im Marathon holte. Bei den Männern ist noch immer der Schweriner Matthias Ahrenberg der Läufer, der den Haffmarathon bisher am schnellsten rannte: 2007 erreichte er nach 2:30,33 das Ziel.

Diese Marke zu unterbieten, dürfte am Samstag kein Thema sein. Auch wenn mit Vorjahressieger Stefan Lange (LG Schwerin) und Tim Klatt vom LAV Waren/Müritz zwei starke Läufer gemeldet sind. Lange gewann im Vorjahr in 2:44,18 Stunden, konnte in diesem Winter aber nicht so intensiv wie damals trainieren. „Mal schauen, was machbar ist“, sagt der 42-Jährige. Seine Bestzeit steht bei 2:38,05, die er 2019 in Frankfurt/Main rannte. Fix unterwegs war auch schon Tim Klatt. 2018 lief er die 42,2 Kilometer in Berlin in 2:42,45. Eine Erkältung in der Vorbereitung warf ihn jetzt allerdings ein wenig zurück.

Im lokalen Marathon-Fokus steht Sven Lorenz vom 1. LAV Torgelow, der 2006 am Haff triumphierte. Nach schwierigen Jahren mit Corona und Krankheiten hat er ganz andere Ziele: „Die Zeit ist für mich zweitrangig. Ich möchte mir selbst beweisen, dass ich einen Marathon noch schaffe. Auch, weil ich gerade hier ja einige Marathons nicht zu Ende gebracht habe.“

Der 39. Haffmarathon wird am Samstag um 11 Uhr am Ueckermünder Gymnasium gestartet. Ausdauersportler müssen dabei nicht unbedingt Marathon laufen, sondern können alternativ auch 21,1, 5 und 2 Kilometer lange Strecken absolvieren. Für Walker sind Distanzen über 21,1, 14 und 7 Kilometer im Angebot. „Mit den Meldezahlen auch beim Marathon sind wir ganz zufrieden“, sagte Rennleiter Frank Greiner-Mai vom Gastgeber SV Einheit Ueckermünde. Aktuell liegen knapp 260 Meldungen auf allen Strecken vor. Der Haffmarathon hat schon immer damit zu kämpfen, dass er sehr früh in der Laufsaison ausgetragen wird.

NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – MONTAG, 18. MÄRZ 2024

VOLLEYBALL

Die Fortuna-Volleyballer beenden die Saison am hohen Netz mit einem Sieg und einer Niederlage. Das Team aus Ueckermünde klettert noch auf Rang drei.

Vorpommern. Gute Stimmung herrschte im Anklamer Volkshaus: Bis in die frühen Nachmittagsstunden duellierten sich dort zum letzten Mal in der Saison 2023/24 die neun Mannschaften der Vorpommern-Volleyball-Liga. „Wichtig war vor allem, dass die teilnehmenden Teams das Fair-Play gewahrt haben und die Schiedsrichterleistungen honoriert wurden“, resümierte Organisationsleiter Patrick Bull aus Anklam.

Zum sportlichen: Erstmals seit Einführung der Liga vor acht Jahren ist es Fortuna Zerrenthin gelungen, sich mit dem Titel zu schmücken. Der Sechser aus der Uecker-Randow-Region setzte sich im Laufe der Meisterschaft schon frühzeitig auf Platz eins und gab den Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr ab. „Damit wurden unsere Erwartungen bei weitem übertroffen, nachdem es im Vorjahr nur zu Platz fünf reichte“, sagte Fortuna-Spielerin Monique Leitz. Zunächst startete ihr Team in Anklam gegen Open Sea Swinemünde mit einer 0:3 (23, 19, 17)-Niederlage ins Abschlussturnier.

In dieser Partie mussten die Zerrenthiner schnell erkennen, dass sie gegen den diesmal in Bestbesetzung angetretenen polnischen Sechser, der im Vorjahr gewann, nur Außenseiter waren. Im nachfolgenden Vergleich gegen Eintracht Zinnowitz machte dann aber die Fortuna-Mannschaft deutlich, dass man gewillt war, das Match für sich zu entscheiden. Besonders mit starker Blockarbeit wurde dem Gegner schnell der Wind aus den Segeln genommen. Die Aufschläge kamen druckvoll über das Netz und auch das Angriffsspiel wurde schnell und variabel gestaltet. Am Ende stand trotz starker Gegenwehr der Usedomer ein 3:0-Erfolg für Zerrenthin zu Buche. Der Gesamtsieg war damit unter Dach und Dach.

Richtig Freude kam am letzten Saison-Spieltag auch bei Einheit Ueckermünde auf. Aufgrund zweier 3:0-Siege gegen den Rechliner SV und Strasburger SV konnten sich die Haffstädter noch auf Platz drei verbessern. Unterdessen gab es beim Saison-Halali für die Strasburger erneut nichts Zählbares zu vermelden. Nach der Schlappe gegen Ueckermünde hielt der SSV auch im zweiten Vergleich gegen Rechlin mit viel Herzblut dagegen, zog aber dennoch mit 1:3 den Kürzeren. Damit reichte es für die Uckermarkstädter nach insgesamt 16 gespielten Partien nur zum vorletzten Rang.

Der Endstand der Volleyball-Vorpommern-Liga 2023/24:

  1. Fortuna Zerrenthin (39 Punkte),
  2. Pädagogik Neubrandenburg (38),
  3. Ueckermünde (37),
  4. Hanse Greifswald (34),
  5. Open Sea (29),
  6. Rechlin (19),
  7. Zinnowitz (8),
  8. Strasburg (7),
  9. VSG Neubrandenburg (5).

NORDKURIER – HAFF-ZEITUNG – FREITAG, 15. MÄRZ 2024

VOLLEYBALL

Vorpommern. Schlussspurt am Samstag in der Volleyball-Vorpommern-Liga: Am 8. und damit letzten Spieltag der beliebten Turnierserie 2023/24 sind die neun Teams noch einmal gefordert. Beim Saisonfinale im Anklamer Volkshaus muss Spitzenreiter Fortuna Zerrenthin in seinen zwei Begegnungen gegen Open Sea Swinemünde (5. Tabellenplatz) und Eintracht Zinnowitz (7.) ran. Ein Sieg würde der Fortuna reichen, um erstmals den Titel bei diesem traditionellen Wettbewerb zu einzuheimsen. „Beide Partien werden sicherlich nicht einfach. Aber wir sind voller Entschlossenheit, unser Ziel zu erreichen“, sagt Fortuna-Spielerin Monique Leitz.

Gute Aussichten, sich tabellarisch noch zu verbessern, hat auch der FSV Einheit Ueckermünde (4.). Das Team aus der Haffstadt tritt gegen den Rechliner SV (6.) und Strasburger SV (8.) an. Die ersten Ballwechsel auf den drei Feldern erfolgen ab 9.30 Uhr.

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